Skihütte am Herrenroint

Karl-Kreuzeder-Hütte

Seit 1923 ist die Skihütte am Herrenroint ein Stützpunkt für den alpinen und nordischen Skisport – und ein Ort, an dem Gemeinschaftssinn und gegenseitige Hilfe gelebt werden.

Die Karl-Kreuzeder-Hütte im Sommer

100 Jahre Skihütte

Gebaut von Mitgliedern – für Mitglieder

Die Erbauung der Skihütte ist auf die Initiative von Karl Kreuzeder zurückzuführen. Er gründete die Skihüttenerbauungsgesellschaft, die aus Ski-Klub-Mitgliedern, Förderern und Gönnern des Ski-Klubs Berchtesgaden bestand. Der Bauplan wurde von Herrn Schelle erstellt. Im Juli 1923 erfolgte der Spatenstich, am 30.09.1923 die Firstfeier, und nach nur 6-monatiger Bauzeit die Einweihung durch Kooperator Bayerl mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Unterstein.

Der Großteil des Baumaterials wurde von den Mitgliedern der Skihüttenerbauungsgesellschaft – hier speziell durch die Leistungssportler – von Königssee über die Kling nach Herrenroint getragen. Mit dem Bau der Skihütte wurden der Gemeinschaftssinn und die gegenseitige Hilfeleistung gefördert. Bezeichnend hierfür ist folgende Inschrift:

„Durch Gemeinschaftssinn in schwerer Zeit, doch zur Arbeit jeder gern bereit, voll Lust und Lieb, doch ohne Geld, den Hüttenbau wir rasch erstellt.“

Die Idee von Karl Kreuzeder, einen Stützpunkt zu schaffen für die Entwicklung des alpinen und nordischen Skisports, für die Förderung des Gemeinschaftssinnes und der gegenseitigen Hilfeleistung, ist in Erfüllung gegangen, lebt bis heute und wird in Zukunft weiterleben.

Hüttenchronik

Von 1923 bis heute

  1. Juli 1923

    Spatenstich

  2. Dezember 1923

    Einweihung

  3. 10.11.1935

    Einweihung der Wasserleitung zur Hütte. Das Wasser wird von der ca. 100 Höhenmeter unter der Hütte liegenden Wasserfassung mit einem Widder zur Hütte gepumpt – seitdem verfügt die Hütte über „fließendes Wasser“. Karl Enke wird Hüttenwart.

  4. 1957

    Hermann Reichlmeier wird neuer Hüttenwart, Stefan Angerer Stellvertreter. Das Dach der Südseite wird mit Blech vom ehemaligen Gesundheitsamt eingedeckt. Die Kosten für die Nordseite sowie die Dachrinnen übernimmt der Industrielle Alfred Krupp, ein persönlicher Freund von Fredy Stoll.

  5. 1959

    Installation des Gaslichts

  6. 1962

    Erneuerung des Widders sowie der Druck- und Steigleitung

  7. 1980

    Georg Renoth jun. ist seit 1979 stellvertretender Hüttenwart. Einbau eines neuen Kachelofens in der Stube, Bau des Fahrweges von der Forststraße zur Hütte.

  8. 1994

    Umstellung von Gas- auf elektrisches Licht – Stromgewinnung über Solarzellen, Speicherung in sechs Batterien. 70-jähriges Hüttenjubiläum.

  9. 1998

    Bau der Holzhütte

  10. 2004

    80-jähriges Hüttenjubiläum im Beisein von Karl Enke, der bereits beim Bau der Hütte dabei war.

  11. 2006

    Zum 100-jährigen Bestehen des Ski-Klubs erhält die Hütte vom Ehrenvorstand Michael Brandner einen neuen Brunnentrog. Einweihung am 25. Mai (Vatertag).

  12. 2007

    Neues Drogsei. Jubiläum: 50 Jahre Hüttenwart Stefan Angerer.

  13. 2017

    Neuer Brunnentrog

  14. 2021

    Der Vorstand Wilfried Däuber zeichnet den scheidenden Hüttenwart Stefan Angerer für 64 Jahre verantwortungsvolle Arbeit aus. Am 29.10.2021 übernehmen Christoph Renoth und stellv. Georg Renoth.

  15. 2023

    Dachsanierung

  16. 2024

    Umbau von Hütteneingang und Schlafräumen, Entsorgung des Gaslichts, Ertüchtigung der Solaranlage und Sanierung der Toilette. 100-jähriges Hüttenjubiläum mit Festprogramm.

Damals & heute

Bilder der Hütte

Hüttenwart Christoph Renoth

Kontakt

Hüttenwart Christoph Renoth

karlkreuzederhuette@gmail.com